Bewerbung

Das Kopfkino

So manch einer träumt davon einer Domina auch über reine Studiosessions hinaus zu Diensten zu sein. Da sitzt der Sklave nun und sucht nach seiner Herrin und Meisterin. Doch wie teilt man der Göttin seiner Gedanken denn nun mit, dass sie ab sofort ohne seine Hilfe gar nicht mehr leben kann?

Zuerst einmal gilt es sich gründlich Gedanken darüber zu machen, was Sklave eigentlich will und was real machbar ist. Kaum eine erwachsene Frau mit Anstand und Intelligenz wird sich einen 24/7 Sklaven im Kellerloch halten, der hin und wieder mal zum Abstauben rausgelassen wird und sonst den ganzen Tag schön bespielt wird. Auch wenn dein Kopfkino dir genau dies als höchst erstrebenswertes Ziel vorgaukelt, es ist und bleibt nur eine Fantasie.

Du hast also herausgefunden, dass du wirklich eine feste und zuverlässige Herrin-Sklaven Beziehung suchst. Du willst deiner Domina wirklich unneigennützig zu Diensten sein und nicht nur eine billige Session abstauben? Du sehnst dich danach zu dienen und deiner Herrin mit echter Arbeit das Leben angenehmer gestalten? Dann wird es Zeit eine vernünftige Sklavenbewerbung zu verfassen.

Sorgfalt ist Trumpf

Wie eine ‚echte‘ Bewerbung im Arbeitsalltag besteht diese ebenfalls aus einem Motivationsschreiben, einem Lebenslauf und ein bis zwei aussagekräftigen Bildern. Achte auf Rechtschreibung, Interpunktion und grammatikalisch sinnvolle Sätze. Erkläre dich, warum bewirbst du dich, was kannst du bieten und wie sieht deine zeitliche Verfügbarkeit aus?

Sei konkret. Bewerbungen, die nach dem Motto: ‚Wenn sie interessiert ist, wird sie schon nachfragen‘ verfasst sind, wandern üblicherweise gleich in die Tonne. Ich habe schlicht und einfach keinen Nerv dafür meinem zukünftigen Diener hinterher zu laufen. Dazu ist die Nachfrage auch zu groß und die Liste der Anwärter enorm.

Bedenke, dass du etwas von mir möchtest, nämlich meine Aufmerksamkeit. Überlege dir gut, welche wirklich sinnvollen Arbeiten du übernehmen könntest. Fußsklaven, Lust- und Lecksklaven, Massagesklaven oder menschliche Aschenbecher benötige ich keine. Auch bevorzuge ich ein Wasserklosett gegenüber einer Lebendtoilette. Ich werde dich nicht in einem Kellerloch versklaven und dich auch nicht in einem Käfig halten. Im übrigen habe ich schon ein Haustier und ich werde dich auch nicht auf den Strich schicken.

Sei klar

Halte deine Bewerbung knapp und informativ. Beschränke dich auf wesentliche Punkte. Ich bin nicht daran interessiert, wie dein bisheriges privates Beziehungsvermögen aussah, möchte nicht wissen, dass deine letzte Herrin nach 3 Jahren nach Afrika gezogen ist und langweile mich, wenn ich ungefragt eingesandte Lebensgeschichten lesen muss. Viel mehr interessiert mich, wie du dir den Dienst bei mir im Detail vorstellst, was dein Nutzen für mich ist.

In den Lebenslauf gehört deine bisherige BDSM Erfahrung. Halte auch diesen knapp, aber verzichte nicht auf wesentliche Informationen. Welche Vorlieben und Tabus definierst du? Hast du eine Partnerin, einen Partner?

Bei der Auswahl deiner Bilder solltest du darauf achten zumindest ein normales Portrait mitzusenden. Dies kannst du dann gerne noch um ein BDSM-typisches Bild erweitern, wenn du z.B. deinen Dienst gerne im Zofenoutfit absolvieren möchtest. Vermeide Großaufnahmen deiner Genitalien. Ich bin eine erfahrene Domina. Ich weiss, wie ein Penis aussieht.